Wertearbeit mit dem Wertekreis - einfach erklärt

Wertearbeit mit dem Wertekreis – Karten zur Klärung persönlicher Werte

Was ist Wertearbeit mit dem Wertekreis?

Wertearbeit mit dem Wertekreis ist eine strukturierte Methode, um persönliche und gemeinsame Werte sichtbar und besprechbar zu machen.

Sie unterstützt Menschen dabei, Orientierung zu gewinnen, Entscheidungen bewusster zu treffen und Konflikte besser zu verstehen.

Im Mittelpunkt steht nicht die Bewertung von Werten, sondern deren Wahrnehmung und Klärung.

Der Ansatz des Wertekreises

Der Wertekreis ist ein praktisches Format zur Wertearbeit.

Er besteht aus klar benannten Wertbegriffen, die in Karten- und Spielstruktur genutzt werden können.

Ziel ist es, Werte nicht theoretisch zu diskutieren, sondern konkret erfahrbar zu machen – im persönlichen Alltag, in Gruppen oder in pädagogischen Kontexten.

 

Wodurch unterscheidet sich der Wertekreis?

Der Wertekreis ist:

  • kein Persönlichkeitstest
  • kein Assessment
  • kein Bewertungssystem

Er bietet einen strukturierten Gesprächsrahmen, in dem unterschiedliche Werte nebeneinander stehen dürfen.

Dadurch entsteht Klarheit ohne Hierarchie.

 

Anwendungsfelder der Wertearbeit mit dem Wertekreis

Wertearbeit mit dem Wertekreis wird in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt – im persönlichen Alltag, in Teams und in Bildungseinrichtungen.

 

Wertearbeit im persönlichen Alltag

Wertearbeit unterstützt Einzelpersonen dabei, innere Konflikte und Entscheidungen besser zu verstehen.

Beispiel:

Eine Person sagt im Alltag häufig „Ja“, obwohl sie innerlich zögert.

Durch die Arbeit mit dem Wertekreis wird sichtbar, dass der Wert „Verlässlichkeit“ sehr stark gewichtet ist – gleichzeitig aber der Wert „Selbstfürsorge“ zu wenig Raum bekommt.

Die Klärung dieser Werte ermöglicht bewusstere Entscheidungen.

Wirkung:

So entsteht mehr Klarheit im eigenen Handeln.

 

Wertearbeit in Teams und Organisationen

Wertearbeit hilft Teams, unterschiedliche Erwartungen und Haltungen transparent zu machen.

Beispiel:

In einem Team entstehen Spannungen, weil einzelne Mitglieder großen Wert auf „Struktur“ legen, während andere „Flexibilität“ priorisieren.

Der Wertekreis macht diese Unterschiede sichtbar und besprechbar, ohne sie zu bewerten.

Es entsteht Verständnis statt verdeckter Konflikte.

Wirkung:

So wird Unterschiedlichkeit konstruktiv nutzbar.

 

Wertearbeit in Schulen und Bildungseinrichtungen

Wertearbeit fördert Dialogfähigkeit, soziale Kompetenz und gegenseitiges Verständnis.

Beispiel:

In einer Schulklasse kommt es wiederholt zu Konflikten.

Mit Hilfe des Wertekreises reflektieren die Schüler:innen, welche Werte ihnen wichtig sind – etwa „Gerechtigkeit“, „Zugehörigkeit“ oder „Respekt“.

Die gemeinsame Benennung dieser Werte schafft eine neue Gesprächsgrundlage.

Wirkung:

So wird Wertebildung konkret erfahrbar.

 

Häufige Fragen zur Wertearbeit mit dem Wertekreis

Wertearbeit wirft oft grundlegende Fragen auf.

Die folgenden Antworten geben einen strukturierten Überblick zu zentralen Aspekten der Methode.

 

Was ist der Unterschied zwischen Werten und Zielen?

Werte sind grundlegende innere Orientierungen, die Handlungen leiten. Ziele sind konkrete Ergebnisse, die erreicht werden sollen. Werte beeinflussen, welche Ziele als sinnvoll erlebt werden.

Warum führen unterschiedliche Werte zu Konflikten?

Konflikte entstehen häufig, wenn unterschiedliche Werte aufeinandertreffen und nicht ausgesprochen werden. Wertearbeit macht diese Unterschiede sichtbar und besprechbar.

 

Kann man Werte verändern?

Werte entwickeln sich im Laufe des Lebens. Sie können sich verschieben, vertiefen oder neu gewichtet werden.

 

Wie erkennt man eigene Werte?

Eigene Werte werden oft in Situationen sichtbar, die starke emotionale Reaktionen auslösen – zum Beispiel in Konflikten oder bei wichtigen Entscheidungen.

 

Für wen ist der Wertekreis geeignet?

Der Wertekreis eignet sich für Einzelpersonen, Teams, Schulen und Organisationen, die Orientierung und Klarheit in Wertefragen suchen.

 

Wie läuft eine Wertearbeit mit dem Wertekreis konkret ab?

Eine Wertearbeit mit dem Wertekreis beginnt mit der Auswahl relevanter Wertebegriffe. Anschließend werden diese priorisiert, reflektiert und im Gespräch eingeordnet. Der strukturierte Rahmen ermöglicht sowohl individuelle Klärung als auch Dialog in Gruppen.

 

Ist der Wertekreis wissenschaftlich fundiert?

Der Wertekreis basiert auf bewährten Ansätzen der Werteforschung, dialogischer Praxis und systemischer Arbeit.

Impulse aus den Cultural Transformation Tools (CTT) nach Richard Barrett sowie aus lösungsfokussierten und NLP-basierten Methoden fließen in die Haltung und Struktur ein.

Der Wertekreis ist jedoch eine eigenständige Entwicklung von Stefan Zollondz. Er verbindet diese Einflüsse zu einem praxisnahen, dialogorientierten Format der Wertearbeit.

 

Über den Autor dieser Methode

Stefan Zollondz ist Entwickler des Wertekreises und arbeitet seit mehr als zehn Jahren im Bereich Wertearbeit mit Einzelpersonen, Teams, Schulen und sozialen Organisationen.

Seine Arbeit verbindet systemische Praxis, dialogische Methoden und Impulse aus den Cultural Transformation Tools (CTT) nach Richard Barrett.

Der Wertekreis ist eine eigenständige Entwicklung, die aus über 30 Jahren Praxiserfahrung in Sozialer Arbeit und Sozialmanagement entstanden ist.