Blick in ein Klassenzimmer. Ein Stuhlkreis mit gelben und roten Holzstühlen, in der Mitte einige Stifte. An der Wand hängen Flipcharts.

Vertretungsstunden sinnvoll nutzen

Mit einer Wertekarte eine ganze Unterrichtsstunde gestalten

Vertretungsstunden kommen oft überraschend.

Die Zeit soll sinnvoll genutzt werden, aber die Vorbereitungsmöglichkeiten sind begrenzt.

Manchmal braucht es dafür gar kein großes Material.

Eine einzige Wertekarte genügt.

So funktioniert die Idee

Lege eine Wertekarte sichtbar in die Mitte.

Zum Beispiel:

  • Respekt
  • Mut
  • Hilfsbereitschaft
  • Verantwortung
  • Vertrauen

Dann stellt die Klasse gemeinsam drei einfache Fragen:

1. Was bedeutet dieser Wert für mich?

Die Schülerinnen und Schüler überlegen:

Was verbinde ich mit diesem Wert?

Wo begegnet er mir in meinem Alltag?

2. Wo erlebe ich diesen Wert?

Die Kinder und Jugendlichen sammeln Beispiele:

  • in der Schule
  • in der Familie
  • im Freundeskreis
  • im Sportverein
  • auf Social Media

So wird der Wert konkret und greifbar.

3. Was wünsche ich mir mit diesem Wert für unsere Klasse?

Jetzt richtet sich der Blick nach vorne:

Wie könnte dieser Wert unser Miteinander stärken?

Was würden wir dadurch gewinnen?

Hier entstehen oft spannende Gespräche über Zusammenhalt, Respekt und Gemeinschaft.

Warum die Methode funktioniert

Die Übung:

  • benötigt keine Vorbereitung
  • funktioniert in allen Klassenstufen
  • fördert Gesprächskompetenz
  • stärkt Selbstreflexion
  • unterstützt Wertebildung im Schulalltag

Und häufig entstehen dabei Gespräche, die weit über die Vertretungsstunde hinaus wirken.

Ein Gedanke zum Schluss

Manchmal braucht es keine Arbeitsblätter.

Keine Präsentation.

Kein großes Konzept.

Manchmal reichen eine einzige Karte und drei gute Fragen.

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