Werte sichtbar machen – die Klassenwand
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Eine einfache Idee für Schule und Schulsozialarbeit
Manche Methoden brauchen viel Vorbereitung.
Diese nicht.
Für die Klassenwand braucht es nur einen freien Platz im Raum und die Bereitschaft, gemeinsam hinzuschauen.
So funktioniert die Klassenwand
Die Klasse wählt gemeinsam einen Wert der Woche.
Zum Beispiel:
- Respekt
- Mut
- Freundschaft
- Verantwortung
- Ehrlichkeit
- Hilfsbereitschaft
Der Wert wird gut sichtbar im Klassenraum aufgehängt.
Im Laufe der Woche sammeln die Schülerinnen und Schüler Beispiele aus ihrem Alltag.
Zwei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:
Wo ist uns dieser Wert gelungen?
und
Wo war es herausfordernd?
Die Antworten können auf kleinen Notizzetteln gesammelt und an der Klassenwand befestigt werden.
Warum die Methode wirkt
Kinder und Jugendliche lernen dadurch, Verhalten bewusster wahrzunehmen.
Der Fokus liegt nicht auf Fehlern.
Sondern auf Beobachtung und Reflexion.
Die Klasse entdeckt:
- Wie Werte im Alltag sichtbar werden.
- Dass Herausforderungen normal sind.
- Dass Lernen auch im Miteinander stattfindet.
So entsteht Schritt für Schritt eine gemeinsame Sprache für Werte.
Variationen
Für jüngere Kinder
Statt zu schreiben können die Kinder malen oder Symbole verwenden.
Für ältere Klassen
Zusätzlich können Fragen genutzt werden wie:
- Warum war diese Situation schwierig?
- Welcher andere Wert war ebenfalls wichtig?
- Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?
Für die Schulsozialarbeit
Die Klassenwand eignet sich auch als Gesprächsanlass in Klassenstunden, Sozialtrainings oder Gruppenangeboten.
Ein Gedanke zum Schluss
Werte werden nicht durch Regeln sichtbar.
Sie werden sichtbar, wenn Menschen beginnen, über sie zu sprechen.
Die Klassenwand schafft dafür einen einfachen Raum.
Woche für Woche.
Zettel für Zettel.
Gespräch für Gespräch.