Das Bild zeigt bunte Partytröten auf pinkem Hintergrund mit einem ausgeschnittenen Schild, auf dem „We did it!“ steht – eine festliche und fröhliche Stimmung.

Gesehen werden verändert mehr, als wir denken

Wert der Woche: Anerkennung

Ich werde von anderen wahrgenommen und wertgeschätzt.

In dieser Woche stand für mich die Anerkennung im Mittelpunkt – sowohl im Geben als auch im Empfangen.

Und es hat mich wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, gesehen zu werden.

Nicht für besondere Leistungen.

Nicht für Perfektion.

Sondern einfach als Mensch.

Ein ehrliches Dankeschön.

Ein aufmerksamer Blick.

Ein Satz wie:

„Das hast du gut gemacht.“

Manchmal sind es genau diese kleinen Momente, die lange nachwirken.

Warum Anerkennung so wichtig ist

Anerkennung bedeutet mehr als Lob.

Sie sagt:

Ich sehe dich.

Ich nehme wahr, was du tust.

Du bist wichtig.

Wenn Menschen Anerkennung erfahren, stärkt das nicht nur ihr Wohlbefinden.

Es stärkt auch ihr Selbstvertrauen, ihre Motivation und ihr Gefühl, dazuzugehören.

Gerade Kinder und Jugendliche entwickeln ihr Selbstbild auch durch die Rückmeldungen anderer Menschen.

Wer erlebt, dass die eigenen Stärken wahrgenommen werden, traut sich oft mehr zu.

Anerkennung wirkt in beide Richtungen

In dieser Woche habe ich nicht nur Anerkennung erhalten.

Ich habe auch bewusst darauf geachtet, anderen Menschen Wertschätzung zu schenken.

Einem Kollegen für eine gute Idee.

Einer Freundin für ihre Unterstützung.

Einem Menschen für eine freundliche Geste.

Dabei ist mir wieder aufgefallen:

Anerkennung wirkt nicht nur bei dem Menschen, der sie erhält.

Sie verändert auch die Beziehung zwischen Menschen.

Sie schafft Verbindung.

Vertrauen.

Und Gemeinschaft.

Was bedeutet das für die Schulsozialarbeit?

Viele Kinder und Jugendliche erhalten im Alltag vor allem Rückmeldungen darüber, was nicht funktioniert.

Fehler werden schnell sichtbar.

Stärken oft nicht.

Dabei kann ehrliche Anerkennung einen wichtigen Unterschied machen.

Nicht als leeres Lob.

Sondern als aufmerksame Wahrnehmung dessen, was bereits gelingt.

Zum Beispiel:

  • „Ich habe gesehen, wie du heute drangeblieben bist.“
  • „Du hast gut auf die anderen geachtet.“
  • „Danke, dass du deine Meinung eingebracht hast.“

Solche Rückmeldungen stärken nicht nur das Selbstvertrauen.

Sie fördern auch Zugehörigkeit und Gemeinschaft.

Was Anerkennung bewirken kann

Anerkennung kann:

  • Selbstvertrauen stärken
  • Motivation fördern
  • Beziehungen vertiefen
  • Gemeinschaft stärken
  • Zugehörigkeit schaffen
  • Entwicklung unterstützen

Oft braucht es dafür keine großen Worte.

Manchmal reicht ein ehrlicher Satz.

Eine kleine Übung: Anerkennung bewusst wahrnehmen

Eine Methode aus dem NLP unterstützt dabei, Anerkennung bewusst zu erleben.

Sie wird als Ressourcenanker bezeichnet.

Denke an eine Situation, in der du Anerkennung erfahren hast.

Erinnere dich möglichst genau:

  • Was wurde gesagt?
  • Wie hast du dich gefühlt?
  • Was war besonders daran?

Wenn das Gefühl deutlich spürbar wird, lege eine Hand auf dein Herz oder berühre Daumen und Zeigefinger miteinander.

Wiederhole dies einige Male.

So entsteht ein persönlicher Anker, den du später bewusst aktivieren kannst.

Anerkennung sichtbar machen

Denke an einen Menschen, der dich in letzter Zeit positiv überrascht hat.

Frage dich:

  • Was schätze ich an dieser Person?
  • Was gelingt ihr besonders gut?
  • Was würde ich ihr gerne einmal sagen?

Vielleicht ist heute ein guter Moment dafür.

Ein Impuls zum Schluss

Anerkennung verändert nicht nur den Menschen, der sie erhält.

Sie verändert auch die Beziehung zwischen Menschen.

Oft reicht ein ehrliches Wort, um Mut zu machen, Selbstvertrauen zu stärken oder Gemeinschaft wachsen zu lassen.

Gerade Kinder und Jugendliche brauchen Menschen, die ihre Stärken wahrnehmen und benennen.

Denn wer gesehen wird, kann wachsen.


Weiterführend

Einsatzbereich: Gemeinschaft stärken

Für Schulsozialarbeit

Wert des Tages ziehen


Foto: Tara Winstead / Pexels.com

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