Eine Henne schützt ihre flauschigen Küken beim Spaziergang über die Erde – ein starkes Bild für Geborgenheit, Nähe und den Wert des Schutzes.

Schutz: Wo darf ich einfach ich selbst sein?

Wert der Woche: Schutz

Ich fühle mich sicher und achte auf meine Grenzen.

Kinder und Jugendliche brauchen Schutz.

Nicht nur vor Gefahren.

Sondern auch Räume, in denen sie sich sicher fühlen, Grenzen setzen dürfen und einfach sie selbst sein können.

Schutz ist ein leiser Wert.

Oft bemerken wir ihn erst, wenn er fehlt.

Dabei begleitet er uns jeden Tag.

In Beziehungen.

In Räumen.

In Gesprächen.

Und manchmal auch in der Art, wie wir mit uns selbst umgehen.

Was bedeutet Schutz eigentlich?

Schutz hat viele Gesichter.

Manchmal ist Schutz ein Dach über dem Kopf.

Manchmal ein Mensch, dem wir vertrauen.

Manchmal ein Nein, das wir aussprechen dürfen.

Und manchmal ist Schutz eine Pause, die wir uns selbst erlauben.

Schutz bedeutet nicht nur, vor etwas bewahrt zu werden.

Schutz schafft die Grundlage dafür, sich zu entwickeln.

Denn dort, wo wir uns sicher fühlen, können wir ausprobieren, wachsen und neue Erfahrungen machen.

Was bedeutet das für die Schulsozialarbeit?

Viele Kinder und Jugendliche erleben Situationen, in denen sie sich unsicher fühlen.

Sie suchen Orientierung.

Verlässlichkeit.

Oder einen Ort, an dem sie ernst genommen werden.

Schutz entsteht dort, wo Menschen erleben:

Hier darf ich sein.

Hier werde ich gehört.

Hier werden meine Grenzen respektiert.

Deshalb ist Schutz eine wichtige Grundlage für Selbstvertrauen, Identitätsentwicklung und persönliche Stabilität.

Kinder und Jugendliche, die sich sicher fühlen, können ihre Stärken leichter entdecken und ihren eigenen Weg finden.

Schutz-Zonen entdecken

Diese kleine Übung kannst du alleine machen oder gemeinsam mit anderen.

Nimm dir drei Blätter Papier und schreibe jeweils eine Überschrift darauf:

Was gibt mir Schutz?

Wem oder was gebe ich Schutz?

Wo wird Schutz zu eng oder zu viel?

Nimm dir Zeit und schreibe, zeichne oder male alles auf, was dir spontan in den Sinn kommt.

Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.

Vertraue einfach deinen Gedanken.

Die vierte Frage

Wenn du die ersten drei Blätter gefüllt hast, stelle dir noch eine weitere Frage:

Wie sieht meine persönliche Schutz-Zone aus?

  • Mit wem bin ich dort?
  • Wo befindet sie sich?
  • Wie fühlt sie sich an?
  • Was sehe ich?
  • Was höre ich?

Lass vor deinem inneren Auge ein Bild entstehen.

Mit dem Wertekreis arbeiten

Wenn du das Wertekartenspiel hast, kannst du die Wertekarte „Schutz“ in die Mitte legen.

Frage dich:

  • Welche anderen Werte geben mir Sicherheit?
  • Was hilft mir, gut für mich zu sorgen?
  • Welche Werte stärken meine Grenzen?
  • Welche Werte geben mir Halt?

Vielleicht entstehen dabei neue Zusammenhänge.

Oder du entdeckst, was du gerade besonders brauchst.

Fragen zur Reflexion

Vielleicht möchtest du anschließend noch über diese Fragen nachdenken:

  • Wo fühle ich mich sicher?
  • Wer gibt mir Halt?
  • Wo brauche ich mehr Freiraum?
  • Welche Grenzen möchte ich besser schützen?
  • Was hilft mir, gut für mich zu sorgen?

Ein Impuls zum Schluss

Schutz bedeutet nicht, sich vor dem Leben zu verstecken.

Schutz schafft die Sicherheit, die wir brauchen, um uns zu entwickeln.

Gerade Kinder und Jugendliche brauchen Menschen, Orte und Beziehungen, die ihnen Halt geben und gleichzeitig Freiraum lassen.

Denn dort, wo wir uns sicher fühlen, können wir wachsen.


Weiterführend

Einsatzbereich: Identität & Selbstbild

Für Schulsozialarbeit

Wert des Tages ziehen


Foto von Matazu Photography | Pexels.com

Zurück zum Blog