Zwei Männer im Gespräch: Ein Mechaniker im Blaumann überreicht einem Kunden ein Werkzeugkoffer. Im Hintergrund ist ein blauer LKW in der Werkstatt zu sehen.

Warum „Egal“ manchmal die spannendste Antwort ist

Eine Entdeckungsreise mit dem Wertekartenspiel

Wenn Menschen das Wertekartenspiel zum ersten Mal spielen, passiert oft etwas Interessantes.

Manche Karten landen sofort auf den Stapeln:

  • Sehr wichtig
  • Wichtig

Andere sorgen für Nachdenken.

Und dann gibt es die Karten, die scheinbar ganz schnell aussortiert werden.

Sie landen auf:

Egal.

Ohne großes Zögern.

Ohne Diskussion.

Doch genau hier lohnt sich ein zweiter Blick.

Was bedeutet „egal“ eigentlich?

„Egal“ bedeutet nicht:

Dieser Wert ist schlecht.

Oder:

Dieser Wert sollte keine Rolle spielen.

Meist bedeutet es einfach:

Dieser Wert ist für mich gerade nicht besonders wichtig.

Und genau das ist eine spannende Information.

Denn auch das, was uns nicht wichtig erscheint, erzählt etwas über uns.

Werte verändern sich

Werte sind nicht festgeschrieben.

Sie begleiten uns durch verschiedene Lebensphasen.

Ein Wert, der heute kaum Bedeutung hat, kann morgen plötzlich wichtig werden.

Manchmal reicht dafür eine neue Erfahrung.

Eine Veränderung.

Eine Herausforderung.

Oder eine Begegnung.

Vielleicht kennst du das selbst.

Ein Wert, über den du früher kaum nachgedacht hast, spielt heute eine wichtige Rolle in deinem Leben.

Die Geschichte hinter dem Egal-Stapel

Wenn eine Karte auf „Egal“ landet, lohnt sich eine Frage:

Warum eigentlich?

Vielleicht, weil dieser Wert in deinem Alltag keine Rolle spielt.

Vielleicht, weil du ihn bereits als selbstverständlich empfindest.

Vielleicht aber auch, weil du noch keine bewusste Verbindung zu ihm hast.

Jede Antwort kann interessant sein.

Ein kleiner Perspektivwechsel

Manchmal hilft es, die Karten auf dem Egal-Stapel noch einmal anzuschauen.

Und sich zu fragen:

  • Warum ist mir dieser Wert gerade egal?
  • War das schon immer so?
  • Wann könnte dieser Wert wichtig werden?
  • Für wen spielt er vielleicht eine große Rolle?

Oft entstehen daraus überraschende Gespräche.

Vor allem in Familien, Teams oder Schulklassen.

Werte sind wie Werkzeuge

Nicht jedes Werkzeug wird jeden Tag gebraucht.

Einige liegen lange im Koffer.

Bis der Moment kommt, in dem sie plötzlich wichtig werden.

Mit Werten ist es ähnlich.

Manche begleiten uns ständig.

Andere treten erst in bestimmten Situationen in den Vordergrund.

Deshalb muss ein Wert nicht heute wichtig sein, um morgen bedeutsam zu werden.

Mit dem Wertekreis auf Spurensuche

Wenn du das nächste Mal mit dem Wertekartenspiel arbeitest, schenke dem Stapel „Egal“ besondere Aufmerksamkeit.

Vielleicht findest du dort einen Wert, den du bisher übersehen hast.

Oder einen Wert, der auf seine Zeit wartet.

Ein Gedanke zum Mitnehmen

Es ist leicht zu sagen, was uns wichtig ist.

Spannend wird es oft dort, wo wir sagen:

Das ist mir egal.

Denn manchmal beginnt genau dort eine neue Entdeckung.


Titelbild: Gustavo Fring | Pexels.com

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