Ein kleines Tipi-Zelt auf einer Terrasse mit Kissen und Decke, umgeben von Wald, Lichterkette und Blick auf Berge und See – ein Ort der Geborgenheit.

Was für den einen Geborgenheit ist, fühlt sich für den anderen vielleicht eng an.

Wert der Woche: Geborgenheit

Geborgenheit gehört zu den Werten, über die wir selten sprechen.

Und doch merken wir sofort, wenn sie fehlt.

Manchmal zeigt sie sich als Nähe.

Als ein Mensch, der da ist.

Als ein Ort, an dem wir durchatmen können.

Manchmal zeigt sie sich als Ruhe.

Als Verlässlichkeit.

Als die Gewissheit, nicht alles allein tragen zu müssen.

Und manchmal bedeutet Geborgenheit etwas ganz anderes:

Freiheit.

Raum.

Die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann Nähe gut tut.

Geborgenheit hat viele Gesichter

Vielleicht ist genau das das Spannende an diesem Wert.

Was dem einen Sicherheit gibt, fühlt sich für den anderen einengend an.

Was für den einen Fürsorge ist, erlebt jemand anderes als Kontrolle.

Was für den einen Nähe bedeutet, kann für einen anderen zu viel werden.

Geborgenheit ist deshalb kein festes Konzept.

Sie ist etwas sehr Persönliches.

Etwas, das wir nicht für andere definieren können.

Sondern nur für uns selbst entdecken.

Das innere Zuhause

Wenn wir von Geborgenheit sprechen, denken viele zuerst an Orte oder Menschen.

An ein Zuhause.

An Familie.

An vertraute Beziehungen.

Doch oft beginnt Geborgenheit an einem anderen Ort.

In uns selbst.

Dort, wo wir nicht kämpfen müssen.

Wo wir uns nicht beweisen müssen.

Wo wir nicht ständig etwas leisten müssen.

Wo wir sein dürfen, wie wir gerade sind.

Vielleicht ist Geborgenheit genau das:

Ein inneres Zuhause.

Ein Ort, an den wir immer wieder zurückkehren können.

Wurzeln, die tragen

Im Wertekreis gehört Geborgenheit zum Bereich der Wurzeln und Grundbedürfnisse.

Zu den Werten, die uns Halt geben.

Die uns erinnern:

Du musst nicht ständig stark sein.

Du darfst ankommen.

Du darfst dich ausruhen.

Ohne Wurzeln wird Wachstum schwierig.

Deshalb ist Geborgenheit weit mehr als ein angenehmes Gefühl.

Sie ist eine Grundlage.

Für Vertrauen.

Für Entwicklung.

Für die Bereitschaft, sich dem Leben zu öffnen.

Mit dem Wertekreis auf Spurensuche

Lege die Karte Geborgenheit vor dich.

Und nimm dir einen Moment Zeit.

Frage dich:

  • Wann fühle ich mich wirklich aufgehoben?
  • Wer oder was gibt mir Halt?
  • Wo fühle ich mich sicher?
  • Wo wünsche ich mir mehr Geborgenheit?

Vielleicht tauchen dabei Menschen auf.

Vielleicht Orte.

Vielleicht Erinnerungen.

Oder etwas, das du gerade vermisst.

Alles darf da sein.

Ein Gedanke zum Mitnehmen

Vielleicht bedeutet Geborgenheit nicht, dass alles perfekt ist.

Vielleicht bedeutet sie einfach:

Hier darf ich sein.

Ohne Maske.

Ohne Leistung.

Ohne Erklärung.

Und vielleicht ist genau das eines der größten Geschenke, die wir uns selbst und anderen machen können.


Foto: Tatiana Syrikova@pexels.com

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